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Fallbeispiel:
Frau S. 43 Jahre, Rechtshänderin
Frau S. kam mit dem Beschwerdebild einer 1-2 wöchentlich wiederkehrenden Migräne, die ihre Lebensqualität sehr beeinträchtigte.
Auf die Frage hin, wann die Beschwerden begonnen haben, konnte sie sich so in etwa an die Zeit erinnern in der sie als junge Frau in eine fremde Stadt kam. Sie hatte Lehramt studiert und nun begann ihre Zeit als Referendarin an der Schule.
Der Konfliktinhalt bei einer Migräne ist meist ein Frontalangstkonflikt bzw. Ohnmächtigkeitskonflikt, bei dem sich die Betroffenen häufig überfordert fühlen. Die Migräne tritt dann meist in der Lösungsphase (Heilkrise) der Situation auf.
Konflikt: Die damalige Konfliktsituation wurde daher schnell offensichtlich, da sie sich mit Beklemmungen an die Zeit erinnerte in der sie neu an die Schule kam und als Anfängerin gleich eine ganze Klasse übernehmen musste. Dabei fühlte sie sich von den Kollegen alleine gelassen, da sie kaum Unterstützung bekam. Frontal vor der Klasse zu stehen und sich dabei ohnmächtig zu fühlen mit all den Schülern umzugehen, hatte ihr die Konfliktgefühle bereitet.
Bald wurde für sie deutlich in diesem Beruf nicht bleiben zu wollen und sie wechselte nach der Referndariatszeit ihre Tätigkeit.
Schiene: Dennoch blieben die Migräneanfälle bestehen, auch in der neuen Arbeit und in der Erziehung ihres Sohnes traten immer wieder Situationen auf, in denen sich ohnmächtig fühlte. Daraufhin bekam sie immer wieder Migräne, bis zum Zeitpunkt der Therapie.
Therapie: Die beschriebene Situation ist ein klassischer Fall für eine Konflikt- und Traumatherapie, in der sie die belastende Situation damals in der Schule mental und emotional verarbeiten konnte. Durch das "Umschreiben" der Situation, d.h. sie veränderte in Gedanken die Art und Weise, wie sie damals gehandelt hat. Sie stellte sich anstatt der Ohnmacht vor, dass sie eine klare pädagogische und thematische Führung in die Klasse brachte und auch das kollegiale Gespräch mit anderen Lehrer suchte, um die Situation zu bewältigen.
Therapieergebnis: Mit den therapeutischen Augenbewegungen der KTT konnte auch die Blockade im Nervensystem (Gehirn) auch gelöst werden.
Nach der ersten Therapiesitzung trat keine Migräne mehr auf. Nach belastenden Lebenssituation hatte sie zwar noch manchmal Kopfschmerzen, das jedoch wesentlich geringfügiger schmerzhaft war, als die Migräne.
Nach einer weiteren Sitzung wurden auch die Kopfschmerzen noch weniger.
Die Migräne spricht in der Regel sehr gut auf die Konflikt- und Traumatherapie an, da diese eine direkte Harmonisierung der Gehirnhälften bewirkt.
Kommunikation: Hilfreich ist in vielen Fällen auch eine Schulung der Fähigkeiten in der direkten Kommunikation, da viele Ohnmächtigkeits-/und Frontalangstgefühle im Gespräch mit einem Gegenüber auftreten.
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